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GSAB Glossar

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Begriff Definition
Campingplatzverteiler

Das Wort beschreibt in der Regel als Kurzform (oft auch Campingpverteiler) Versorgungsschränke für die Medien Strom oder Wasser auf Campingplätzen, Zeltplätzen oder Wohnwagenstellplätzen. Man findet solche Verteiler in ähnlichen Bauformen auch an Bootsanlegestegen und Yachthäfen. Die Campingverteiler sind heute überwiegend GfK (glasfaserverstärkter Kunststoff) – Gehäuse.
In der Regel haben die Betreiber der Campingplätze eine zentrale Messstelle für Strom und Wasser, an der der gesamte Verbrauch des Platzes erfasst wird. Diese Messstellen entsprechen der Norm der Versorgungsnetzbetreiber und werden in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Netzbetreiber geregelt. Plätze mit nur wenigen Stellplätzen (beispielsweise 4 oder 5 Wohnwagenstellplätze) können auch einen Campingverteiler mit Zähler des örtlichen Strom-/Wasserversorgers haben, in denen gleichzeitig die Anschlüsse für die Abnehmer installiert sind. Bei den größeren Campingplätzen wird ausgehend von der zentralen Messstelle in Stern- oder Ringform ein Verteilungsnetz aufgebaut. In den Verteilern der Stellpätze (es werden oftmals vier bis acht Stellplätze einem Campingverteiler zugeordnet. Werden die Abnehmer an diesen Verteilerschränken nicht pauschal abgerechnet, enthält der Verteiler Zwischenzähler für die Stromabrechnung. Die Zähler können Hutschienenzähler oder herkömmliche mechanische Zähler, als Wechsel- oder Drehstromzähler sein. Für jeden Abnehmer an einem Schrank sind Leitungsschutzeinrichtungen und Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter) als Schutz vor elektrischen Schlag eingebaut, die jeweils eine Steckvorrichtung versorgen. Die einzelnen Wohnwagen werden über diese CEE-Steckvorrichtungen mit Wechsel- oder Drehstrom versorgt. Die Steckvorrichtungen/Steckdosen haben die Möglichkeit mit einem kleinen Vorhängeschloss gegen unbefugtes Benutzen geschützt zu werden. Es gibt eine Vielzahl von Camping-, Zelt- oder Wohnwagenstellplätzen mit einigen hundert Stellflächen. So sind Campingplätze mit mehr als hundert Verteilern keine Seltenheit. Auf Grund der großen räumlichen Ausdehnung der Plätze werden hier häufig Campingverteiler mit der Möglichkeit einer Fernauslesung bzw. zentralen Erfassung des Stromverbrauchs montiert. In diesen Verteilern kann der Campingplatzbetreiber die Steckdosen im Verteiler von einer zentralen Stelle zu- oder abschalten. In diesen Fällen kann auch die Sicherung durch Vorhängeschloss entfallen. Die Kleinverteiler in den Schränken werden durch Plombierung vor einer Manipulation der Schaltgeräte geschützt. Eine weitere Möglichkeit der Stromabrechnung von Kunden eines Campingplatzverteilers sind Campingverteiler mit eingebauten Münzzähler. GSAB-Produkte für diese Anwendungen sind zum Beispiel: 35S17C6WSZ+6CE16-FA oder 35S17DS-MuenzCEE16+32.

Halbnachtschaltung

Der Begriff „Halbnachtschaltung“ ist am häufigsten als eine Schaltungsvariante bei der Straßenbeleuchtungssteuerung verwendet. Steuerungen für Straßenbeleuchtung sind meistens in Zähleranschlusssäulen eingebaut. Eine Kombination aus Zählersäule und Straßenbeleuchtungssteuerung ist dann eine Straßenbeleuchtungssäule. Die Halbnachtschaltung bietet die Möglichkeit, jede zweite (deshalb Halbnacht) Straßenleuchte, zu verkehrsschwachen Zeiten abzuschalten. Es wird hier abweichend von der „Ganznachtschaltung“ ein erhebliches Stromsparpotenzial erschlossen. Bei der Ganznachschaltung wird ein Schütz als Schalteinrichtung für die Straßenleuchten eines oder mehrerer Straßenzüge von einem Dämmerungsschalter oder einer Schaltuhr angesteuert. In der einfachsten Variante schaltet ein Dämmerungsschalter mit eingebauten oder abgesetzten Lichtsensor alle am Schütz angeschlossenen Leuchten bei einsetzender Dunkelheit ein und beim Erreichen des eines entsprechenden Helligkeitswertes am folgenden Morgen wieder aus. Eine Schaltuhr als zusätzliche Steuereinheit ermöglicht eine komplette Abschaltung der Straßenleuchten in den verkehrsschwachen Zeiten. In kleineren Gemeinden wird oftmals zwischen 23.00 und 4.00 Uhr die Straßenbeleuchtung aus Kostengründen abgeschaltet. Bei der Halbnachtschaltung steuert diese Schaltuhr zwei Schütze (an jedem Schütz sind 50% der Leuchten angeklemmt) als Schalteinrichtungen für die Straßenleuchten. Damit ist es möglich, zwischen 23.00 Uhr und 4.00 Uhr (je nach Programmierung der Schaltuhr) nur jede zweite Leuchte abzuschalten und damit immer eine Grundausleuchtung der Straßenzüge zu sichern. Die Anzahl angeschlossener Leuchten an einer Straßenbeleuchtungssäule ist abhängig von der elektrischen Leistung der Leuchten und der Länge des Straßenzuges. Bei sehr langen Durchfahrtsstraßen finden wir auch mehrere Straßenbeleuchtungssäulen in Halb- oder Ganznachtschaltung, um den Spannungsfall auf Grund übergroßer Kabellängen zu vermeiden. Aufbauzeichnungen oder Schaltpläne für Halbnachtschaltungen finden sich in GSAB-Produkten 01.00.0P1 oder 08.00.0P1.

Kabelverteiler

Die wahrscheinlich häufigste Verwendung für Kabelverteiler geht in die Antennentechnik oder Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdosen. In dieser Beschreibung liegt der Fokus auf dem „Kabelverteiler“ für Niederspannungsnetze, vorwiegend im Energieversorgungsbereich. Sie finden sich in Wohngebieten in regelmäßigen Abständen als Abzweig- oder Anschlusspunkte für die Grundstücke/Wohnhäuser im Gehwegbereich. Niederspannungshauptkabel im 400V-Bereich zwischen zwei Transformatorenstationen werden mitunter in den Kabelverteilern getrennt oder zu Ringnetzen zusammen geschaltet. Normkabelverteiler in Stromverteilungsanwendungen bestehen aus glasfaserverstärkten Polyester (SMC - Sheet Moulding Compound) und entsprechen DIN 43629-2 Norm-Kabelverteilerschränke. Schutzart der Gehäuse ist im Standard IP44. Die am meisten verwendete Bauhöhe beträgt 850 mm ohne Sockel. In Ausnahmefällen sind die Sockel zum Eingraben im Erdreich noch aus Beton. Durchgesetzt haben sich aber heute leichte und trotzdem mechanisch sehr stabile Sockel aus SMC (wie auch der Kabelverteiler). Standard für das Schließsystem bei den Kabelverteilern ist ein Einfachschwenkhebel für einen Profilzylinder und ein Schließgestänge mit Dreipunktverriegelung. Diese verhindert oder erschwert das Aufbrechen der Kabelverteiler. Mechanische Festigkeiten für Kabelverteiler im öffentlichen Verkehrsraum werden nach DIN 60439-5 bzw. neu nach 61439-5 geprüft. Für die Versorgungsnetzbetreiber (VNB) werden die Kabelverteiler, auch kurz KVS, vorrangig mit einem Sammelschienensystem 185mm ausgerüstet. Verwendete Sammelschienenquerschnitte sind 30x5, 30x8, 30x10, 40x10 oder 50x10mm Kupferstangen. Für die Dimensionierung entscheidend ist der zu erwartende Strom. Je nach technischer Spezifikation werden diese Sammelschienen auch verzinnt. Das 185mm-Schienensystem in den Kabelverteilern ermöglicht die Montage von Sicherungsleisten und Sicherungslastschaltleisten nach EN 60947-3. Für den Elektrogroßhandel und den Schaltanlagenbau werden auch Sammelschienensysteme mit dem Abstand 100mm und 60mm verbaut. Oftmals werden dann, anstelle der Norm-Kabelverteiler, auch Kabelverteilersäulen verwendet. Für letztere gibt es keine DIN-Maße. GSAB fertigt in diesem Segment die Säulen der Baureihe 35S1700, 35S2000, 58S1700, 58S2000, 88S1700 und 88S2000.

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